DNA - Internationaler Familienkreis Geuther/Geuter/Geuder-Ahnen

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

USA-Projekte

Unser Geuder-Geuter-Geuther DNA Projekt


Gaby Geuther, USA


Auf der Suche nach Aufklärung hat in den letzten Jahren so manche Familiengruppe von der DNA Analyse Gebrauch gemacht, zur Unterstützung ihrer genealogischen Nachforschungen, wobei ein DNA Test sich manchmal als die einzige Möglichkeit erwies herauszufinden, ob Mitglieder mit dem gleichen Familiennamen wirklich biologisch miteinander verwandt waren. Unser DNA lügt nicht. Auch während unseres letzten Geuder-Geuter-Geuther Familienkreistreffens, im Herbst 2007, kam wieder die Sprache auf DNA Tests. Wie bekannt, haben wir mehrere erforschte Geuther Ahnenlinien, die mit grosser Wahrscheinlichkeit miteinander verwandt sind, deren konkrete Verbindung uns bislang nicht gelungen ist urkundlich nachzuweisen. DNA Tests könnten diese Lücke überbrücken. Unser Nachname eignet sich besonders gut für das genetische Projekt, da er relativ selten und an eine bestimmte Gegend in Deutschland gebunden ist. Auch die neuen, seit kurzem erforschten, Geuder Stammbäume deuten auf ein Ballungsgebiet westlich von Nürnberg hin. Die Anfänge unseres Nachnamens liegen, ohne Zweifel, in Mittelfranken, und die Wahrscheinlichkeit eines gemeinsamen Ursprungs des Namens Geuder-Geuter-Geuther ist deshalb sehr gross. Die DNA Analyse kann uns in dreifacher Weise behilflich sein:

   1. Die genetische Verbindung zwischen unseren unverknüpften Linien zu finden,

   2. Einzelpersonen, ohne Linien, in bestehende Linien einzugliedern,

   3. Einen gemeinsamen Ursprung aller Geuder-Geuter-Geuther Namenstraeger genetisch nachzuweisen oder auszuschliessen.


Es macht mir Freude mitzuteilen, dass wir, im Frühjahr 2008, für diesen Zweck ein DNA Nachnamen Projekt begonnen haben, welches auch schon einen überraschenden Erfolg verzeichnen konnte.

Unsere Strategie

Die erfolgversprechendsten Kandidaten für den Anfang unseres DNA Projektes - welches auch die Gültigkeit dieses Vorgangs bestätigen kann - sind unsere zwei Geuther Ahnenlinien, die Malmerzer und die Hof a.d.Steinach Linie, da beide aus einem Radius von 20 km Entfernung voneinander herkommen und auch ziemlich gut mit Urkunden belegt sind. Das Testen der Y-Chromosome mehrer Mitglieder dieser beiden Gruppen wird in der Feststellung der ältesten Malmerzer Geuther DNA Sequenz, dem Geuther Ur-Gen sozusagen, resultieren und uns damit eine solide Basis für den Vergleich mit anderen Geuder und Geuther Linien geben. Auf dieses Fundament können wir dann aufbauen und jegliche Geuder aus Mittelfranken, alle Guider und Geuther in den USA, womöglich auch die Nachkommen der Heroldsberger von Geuder, testen lassen, um zu sehen, ob und wie wir zusammengehören.

Wie funktioniert das DNA Testen für uns

Für unser DNA Projekt wird nur das Y-Chromosom der männlichen Namensträger untersucht. Da das Y-Chromosom ausschliesslich vom Vater an seine Söhne weitergegeben wird und in unserer Gesellschaft die Kinder den Nachnamen des Vaters tragen, erlaubt uns ein Y-Chromosomen Test den männlichen Nachnamen bis zum Ursprung zurückzuverfolgen, oder zumindest bis zu der Zeit im späten Mittelalter, als Nachnamen für die Grosszahl der Bevölkerung üblich wurden. Eine Untersuchung des spezifisch weiblichen Gens (mtDNA) würde uns keine gemeinsame Geuder-Geuter-Geuther Mutter geben, sondern würde dem individuellen Teilnehmer sagen, von welcher der sieben vorgeschichtlichen, europäischen Urmütter er abstammt, unabhängig vom Nachnamen.

DNA vereinfacht

Das DNA in jeder unserer Körperzellen ist der komplizierte chemische Baustoff, in welchem die Anweisungen für den Aufbau und die Erhaltung unseres Körpers geschrieben sind. Dieser genetische Code ist sozusagen die Blaupause für das Leben. Der Code ist in vier Buchstaben geschrieben, A, C, G und T, welche in Wirklichkeit verschiedene chemische Baustoffe sind (Adenine, Cytosine, Guanine, Thymine), die das grössere Molekül ausmachen. Wir haben eine riesige Anzahl von DNA Buchstaben, alle von unseren Vorfahren geerbt, die ein wahres Archiv unserer Herkunft sind. Wenn die Zellen sich im Körper durch Mitose teilen, muss das DNA von sich selbst eine Kopie für die neue Zellen machen. Das geschieht mit Hilfe eines Enzyms, welches DNA Polymerase genannt wird. Dieses Enzym benützt die originale DNA Kette als Schablone, wobei es sich an der Kette entlang arbeitet und den ursprünglichen Code abliest. Das DNA Polymerase Enzym zieht dann die notwendigen Baustoffe an, um eine ganz neue DNA Kette aufzubauen. An einigen Stellen an der DNA Kette wiederholt sich der Code mehrere Male. Das sind die sogenannten “STR”, short tandem repeats, übersetzt: kurze Tandemwiederholungen. Ab und zu, wenn das DNA Polymerase Enzym diesen Punkt erreicht, kommt es durcheinander und verursacht einen Flüchtigkeitsfehler. Anstatt zum Beispiel 13 Wiederholungen zu lesen und abzuschreiben, produziert das Enzym 14 Wiederholungen. Es passiert selten, aber dadurch kommt es gelegentlich zu Unterschieden in den Wiederholungsnummern zwischen Vater und Sohn. Wissenschaftler rechnen mit einer 4% Wahrscheinlichkeit solcher Flüchtigkeitsfehler, von einer Generation zur andern. Für unsere Zwecke - um nach einer genetischen Verwandschaft der Linien innerhalb von einem Zeitraum vor 400 bis 800 Jahren zu suchen - benützen wir einen Test für 37 Marker or Lokationen. Im Labor wird die Anzahl der STR, der Wiederholungen in spezifischen Lokationen, gezählt und von einem zweiten Techniker nachgeprüft. Das Resultat ist eine Reihe von doppelstelligen Nummern, die Haplotyp genannt wird. Diese Zahlenreihe eines Individuums, der Haplotyp, kann dann mit der einer anderen Person verglichen werden. Eine komplette Übereinstimmung der ganzen Zahlenreihe deutet auf eine enge verwandschaftliche Beziehung hin. Aber auch zwei Unterschiede werden noch als Verwandschaft betrachtet, nur nicht so nah. Mutationen sind auch innerhalb eines Familienzweiges über einen Zeitraum von 500 Jahren zu erwarten. Mehr als drei Ungleichheiten sind allerdings ein deutliches Zeichen, dass ein gemeinsamer Vorfahre nicht innerhalb der letzten 1000 Jahre gelebt hat. Natürlich, wenn man weit genug zurückgeht, haben alle lebenden Menschen einen gemeinsamen Vorfahren, der, nach Angaben der Genforscher, vor etwa hunderttausend Jahren aus Africa wanderte und sich dann über die restlichen Kontinente verteilte.

Haplotypen und Haplogruppen

Eine Haplotypen Sequenz für 37 Marker sieht zum Beispiel so aus: R1a 13 24 16 11 11 14 12 12 11 13 11 29 15 9 10 11 11 24 14 20 32 12 14 15 16 11 10 19 23 16 16 18 20 37 40 12 11 Die Buchstabengruppe zu Beginn der Zahlenreihe bezieht sich auf die Haplogruppe. Jede der folgenden doppelstelligen Zahlen bezieht sich auf die, an bestimmten Stellen gezählten, Code-Wiederholungen.
Der Haplotyp ist der individuelle Zahlencodex, der nur mit nahen Verwandten geteilt wird. Ein interessantes Nebenergebnis unseres DNA Tests ist aber auch die Feststellung der vorgeschichtlichen Bevölkerungsgruppe, zu der man gehört, auch Haplogruppe genannt. Die Teile des Y-Chromosoms, welche über einen längeren Zeitraum stabil bleiben, haben den Wissenschaftlern dazu verholfen, die Menschen in eine Anzahl von Bevölkerungsgruppen zu ordnen. Durch das moderne DNA können sie die Wanderungen und die Verbreitung dieser frühen Bevölkerungsgruppen nachvollziehen. Genealogen haben diese Haplogruppen mit Buchstaben von A bis R gekennzeichnet, wobei A für die älteste steht, deren DNA heute noch in den Khoisan Stämmen in Ost- und Südafrika zu finden ist.
Bislang haben wir drei Mitglieder unseres Familienkreises getested, Heinrich Geuther, von der Hof a.d.Steinach Linie, und Eckhard und Dieter Geuther von unserer Malmerzer Linie. Das Ergebnis zeigt uns, dass alle drei Mitglieder der Haplogruppe “R1a” angehören, welche in den eurasischen Steppen, nördlich des Schwarzen und Kaspischen Meeres, etwa um 10,000 B.C., entstand. Wissenschaftler glauben, dass diese nomadischen Hirten die ersten Sprecher der proto-indogermanischen Sprachgruppe waren. Später, vor etwa 6000 bis 8000 Jahren begannen die Stämme der R1a Haplogruppe nach Westen, nach Europa einzuwandern. Die Indo-Germanen dominierten schlussendlich den ganzen europäischen Kontinent. Haplogruppe R1a findet man heute überall in Europe, aber in höchster Frequenz innerhalb der slavischen Bevölkerung von Osteuropa, der Ukraine und in mitteleuropäischen Ländern, wie Deutschland. Man findet sie auch vorrangig im westlichen Asien, Zentralasien und Indien. Haplogruppe R1a kam wahrscheinlich mit den eindringenden Angeln und Sachsen nach England, während des 7. und 8. Jahrhunderts. In Westeuropa ist die Haplogruppe R1b häufiger. Die Vorfahren der verwandten R1b Gruppe warteten die Eiszeit in Spanien ab, und dehnten sich später hauptsächlich über Westeuropa aus.

Unser überraschend positives Ergebnis

Das Ergebnis unserer drei getesteten Mitglieder ist eine freudige Überraschung. Innerhalb von 37 Markern gibt es nur zwei unterschiedliche Zahlen. Die Chance, eine solch nahe Übereinstimmung so schnell zu finden, war wie ein Gewinn beim Pferderennen. Schliesslich vergrössert die Möglichkeit einer Adoption oder ausserehelichen Schwangerschaft die Variable in der Forschung. Genealogen rechnen mit einer 2 % Möglichkeit von ausserehelichen Schwangerschaften. Was bedeutet dieses Ergebnis von 35 Übereinstimmungen innerhalb von 37 Markern für uns? Es ist ein ungeheurer Erfolg zu wissen, dass wir auf der richtigen Spur sind. Die Malmerzer und Hof a.d.Steinach Linie sind tatsächlich genetisch miteinander verwandt. Ein guter Anfang! Natürlich müssen wir dieses Ergebnis mit weiteren Testergebnissen aus den gleichen Linien festigen. In der Zwischenzeit können wir sagen, dass die zwei Linien einen gemeinsamen männlichen Vorfahren haben, der mit 90% Wahrscheinlichkeit vor 15 bis 19 Generationen gelebt hat. Das heisst also, zwischen 1475 und 1375. Eine 66% Wahrscheinlichkeit ist für den Zeitraum zwischen 1600 und 1475 anzunehmen, da wir mit Sicherheit, von unseren Urkunden her wissen, dass die Verbindung nicht vor der 11. Generation sein kann. Johann Geuder (geboren 1678), der Anfang der Hof a.d.Steinach Linie, war zwar ein Zeitgenosse des Malmerzer Wolffgang Geuder, (geboren 1671), doch Wolffgangs Vater, Jörg, starb schon 1673 und kann deshalb nicht der gemeinsame Ahne sein. Jörgs Bruder, Jakob, könnte allerdings das Bindeglied sein, und damit wäre Hanss Geuder (1606-1666), der Vater von Jörg und Jakob, als gemeinsamer Vorvater näher in Betracht zu ziehen.

Jetzt heisst es zukünftige Testresultate weiterer Mitglieder abzuwarten, welche durch die Übereinstimmung mit den bisherigen, die genetischen Verzweigungen der Linien verdeutlichen und ebenso das wahrscheinliche genetische Profil des Malmerzer Urahns festlegen werden. Und wenn sich dieses genetische Profil mit den DNA Resultaten der mittelfränkischen Geuder deckt, haben wir den Beweis einer biologischen Verwandschaft.

Wie alles, hat auch die DNA Analyse zum Zweck der Ahnenforschung ihre Grenzen. Sie kann uns keine genaue Jahreszahl, ebensowenig den Namen unseres gemeinsamen Ahnen nennen. Ein negatives Resultat, also mehr als 3 Unterschiede in den Haplotypen, besagt nur, dass der Teilnehmer nicht vom gleichen Urvater abstammen kann, nicht wer der andere Vater sein könnte. Allerdings kann man sich anonym einer grossen Datenbank anschliessen, welche Haplotypen aus der ganzen Welt vergleicht. Auf diese Weise haben schon manche neue Verwandschaften gefunden.

Mitmachen

Ich habe unser DNA Nachnamenprojekt mit FamilytreeDNA.com aufgesetzt,eine der renomiertesten Firmen, die seit 8 Jahren dieses Geschäft betreibt und mit einem, auf genealogische Forschung spezialisiertem, Labor zusammenarbeitet. Unser Gruppenpreis für einen 37 Marker Test ist, pro Person, US$ 189 plus Porto. Der Test kann über’s Internet bestellt und mit Kreditkarte bezahlt werden. Nach dem Ausfüllen des Formulars und der Bestellung des 37 Marker Tests wird ein Testkit zugeschickt. Es enthält ein Wattestäbchen, welches man im Mundesinneren, an der Schleimhautwand, entlangstreicht und dann in die mitgesandte Röhre steckt. Nach etwa drei Wochen bekommt man das Resultat in Form eines Briefes, und auch als Mail auf einer mit Geheimwort geschützten Webseite. Das Labor kennt die Namen der Teilnehmer nicht. Das schützt die Privatsphäre der Teilnehmer. Natürlich werden die Ergebnisse innerhalb der Nachnamenstudie geteilt.



Alle männlichen Geuder-Geuter-Geuther Namensträger sind herzlichst eingeladen, an unserer genetischen Detektivarbeit teilzunehmen. Bitte an mich wenden.

Herzlichst Eure, Gaby Geuther, Projektleiter, gabygeuther@yahoo.com

© Die Seite wurde am 07.01.2009 erstellt.

 
10.09.2017
Familientreffen 2017..... Bitte hier klicken.....
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü