Geuder Mittelfranken - Internationaler Familienkreis Geuther/Geuter/Geuder-Ahnen

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Geuder Mittelfranken

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Geuder Mittelfranken
von Gaby Geuther



Die Gegend in Mittelfranken, westlich von Nürnberg, muss wohl als die Wiege des ersten Geuder Namensträgers betrachtet werden. Diese Annahme beruht sich auf die frühesten Erwähnungen in Urkunden von 1253 und auf die noch heute ortstreue Verteilung der Geuder in Deutschland.

Auf der Karte bei Geogen, auf folgendem Link anzusehen, zeigt sich ganz deutlich, dass die meisten Geuder Telefonanschlüsse (53) im Landkreis Neustadt an der Aisch-Windsbach zu finden sind und sich von dieser Gegend aus hauptsächlich auf Süddeutschland verstreuen.

http://christoph.stoepel.net/geogen/v3/Default.aspx?lang=nodetect

Der Name Geuder wird erstmals im Zusammenhang mit Nördlingen und einer Johanniter Schenkung in Reichardsroth erwähnt . Reichardsroth lag an einer wichtigen Pilgerstrasse, dem sogenannten Jacobsweg, der von Norddeutschland nach Rom führte. In einer Urkunde vom 9.Mai 1253 fungiert Heinrich Guder als Zeuge bei der Schenkung des Heinrich von Hohenlohe an die Johanniter in Reichardsroth. Heinrich von Hohenlohe muss wohl die Schenkung noch vor seinem Tod am 15. Juli 1249 veranlasst haben, denn erst 1254 wird die neue Johanniterkirche in Reichardsroth eingeweiht. In Nürnberg erreicht eine Geuder Familie, wie unter „Geuder Patrizier“ nachzulesen ist, Zugang zu der regierenden Bürgerelite und bleibt für 500 Jahre damit verbunden. Andere Geuder Familien blieben auf dem Land. Im Einwohnerbuch der Stadt Kitzingen finden sich 1429 drei Gewder, (eine frühe Schreibweise). Zur gleichen Zeit, 1435, wird in Coburg der erste Geuder beim Verkauf seines Hofes erwähnt. In Mergentheim, Igersheim und Markelsheim leben 1495 steuerpflichtige Gewder Familien.

Meine Aufstellung der mittelfränkischen Geuder Familien beruht sich hauptsächlich auf Daten, die ich 2008 aus dem sogenannten Brenner Archiv herausgeschrieben habe. Das Brenner Archiv ist nach Tobias Brenner benannt, einem evang.-lutherischen Pfarrer aus Eybach bei Ansbach, der zwischen 1910 und 1930 die systematische Sammlung alphabetisch geordneten Familiendaten aus 88 mittelfränkischen Pfarrämtern veranlasste, die angefangen vom 16. bis zum 20. Jahrhundert reichen. Zusätzliche Quellen sind die Stammbäume mehrerer Geuder Familien in den USA und Kanada, die Archive der Mormonenkirche (LDS) und persönliche Forschung in Langensteinacher Kirchenbüchern. Bei weitem nicht vollständig, ist meine Geuder Datensammlung mittlerweile zu mehr als tausend Personen angewachsen.

Früheste evangelisch-lutherische Kirchenbucheinträge beginnen mit Hans Geuder in Nördlingen, dessen Sohn Kaspar dort 1529 getauft wurde. Folgende Liste enthält die ersten Kirchenbuchdaten in der mittelfränkischen, und teilweise schwäbischen, Gegend.

1529, Nördlingen, Taufe des Kaspar Geuder, Vater Hans Geuder,

1544, Windsheim, Taufe der Margaretha Geuder, Vater Michael Geuder,

1559, Neuheim bei Kaubenheim, Taufe des Barthel Geuder, Vater Leonhard Geuder,

1565, Buchschwabach, Taufe des Conz Geuder, Vater Fritz Geuder,

1566, Ansbach, Hochzeit des Peter Geuder zu Margaretha Mang,

1576, Westheim, Hochzeit des Gilg Geuder zu Apollonia Windsheimer,

1579, Gailshofen, Taufe der Babette Geuder, Vater Joergen Geuder

1582, Kälberbach, Taufe der Anna Geuder,

1604, Bettwar, Georg Geuder,

1609, Blohmweiler, Taufe Margareta Geuder, Vater Hanss Geuder,

1613, Schmalfelden, Taufe des Adam Geuder, Eltern Michel und Barbara Geuder,

1614, Mörlbach, Tod des Peter Geuder,

1616, Freudenbach, Hochzeit des Endres Geuder zu Jungfrau Gerlinger,

1619, Urfersheim, Tod des Georg Geuder, Vater Leonhard Geuder,

1623, Gollachostheim, Taufe der Margaretha Geuder, Eltern Joerg und Anna Geuder,

1625, Creglingen, Taufe des Jacob Geuder,

1628, Landwehr, Taufe des Georg Geuder,

1635, Happburg, Hochzeit des Michael Geuder zu Margareta Hutzler,

1636, Kirchensall, Taufe der Margareta Geuder, Eltern Jörg und Eva Geuder,

1654, Habelsee, Taufe des Gabriel Geuder, Vater Valentin Geuder, Kloster Frauenthal,

1657, Gattenhofen, Hochzeit der Maria Geider zu Stahl,

1662, Langensteinach, Leonhard Geuder,

1680, Hohlach, Taufe des Leonhard Geuder, Vater Matthias,

1692, Ergersheim, Hochzeit des Hans Geuder zu Sara Rueckart,

1695, Weigenheim, Hochzeit der Catharina Geuder zu Michael Reuter,

1697, Kleinharbach, Taufe der Barbara Geuder, Eltern Johannes Geuter u. Walpurgis Kahl.

In den Jahrhunderten vor und während des 30-jährigen Krieges ist die Anzahl der Geuder Einträge insgesamt geringer. Erst ab 1700 verdichten sich die Einträge vor allem im heutigen Landkreis Neustadt a.d.Aisch und Bad Windsheim. Nun finden sich auch Geuder in Neuherberg, Gollhofen, Ermetzhofen, Bergsthofen, Buchheim, Gollachostheim, Ottenhofen, Pfaffenhofen, Westheim, Reusch, Uffenheim und Wallmersbach. Aus diesen Daten lassen sich mittlerweile mehrere zusammenhängende Familienstämme ableiten. Ein solcher zusammenhängender Familienstammbaum, den ich Preuntsfelden Datei genannt habe, hat vier verschiedene Anfänge, die sich in den folgenden Jahrhunderten mehrere Male miteinander verzweigen. Als Bauern waren die Geuder meist bodenständig, und heirateten Frauen aus den Nachbardörfern.

Valentin Geuders Sohn Gabriel, der 1654 im Kloster Frauental geboren wurde, war Häfner oder Töpfer. Er heiratete Barbara Steinmetz in Habelsee und hatte sieben Kinder, von denen zwei Söhne in Langensteinach und Custenlohr sesshaft wurden. In Langensteinach existierte zu der Zeit allerdings schon eine Geuder Familie, möglicherweise ein naher Verwandter. Das war Leonhard Geuder, geboren 1666, der, verheiratetet mit Walpurgis Scherer, vier Kinder in Langensteinach zeugte. Ein späterer Nachkomme dieses Leonhards wanderte 1847 nach Pennsylvanien, USA aus (Siehe Seite USA). Damit verbindet sich die Preuntsfelder Datei eigentlich mit der Pennsylvania Datei. Ein weiterer zugeheirateter Geuderzweig kommt durch Georg Geuder, geboren 1721 in Ohrenbach. Georg heiratete Anna Maria Wiesendörfer und wurde Bauer in Reichhardsroth. Drei seiner weiblichen Geuder Nachkommen heirateten Geuder Männer, die von Gabriel Geuder aus Habelsee abstammten. Durch Einheirat gelangt auch eine Geuder Familie aus Neuherberg in die Preuntsfelder Datei. Johann Georg Geuder, geboren 1730 siedelte sich mit Maria Barbara Cobert in Neuherberg an. Seine Nachkomme vermählte sich 1860 mit Eva Barbara Geuder, die von der Geuder Familie aus Langensteinach abstammte. Interessant ist, dass Eva Barbara gleich zweimal einen Geuder heiratete. Ihre zweite Ehe war mit Joh. Michael Geuder, einem Nachkommen aus dem Gabriel Geuder Zweig.

Es ist schon bemerkenswert, dass sich im unmittelbaren Umkreis von Reichardsroth noch heute - 750 Jahre nach der Erwähnung des ersten Geuder - eine Grosszahl der Namensträger aufhält.


Evangelische Kirche in Langensteinach




Langensteinach mit Reichardsroth und Kleinharbach



Zugang zu diesen Dateien besteht für Mitglieder auf Anfrage oder durch unser On-line Archiv. Alle Angaben beziehen sich auf den Stand der Dinge Januar 2009, Ergänzungen und Berichtigungen sind jederzeit erwünscht.


©nachgearbeitet Januar 2009

 
20.11.2017
Neu! Fotos vom Familientreffen 2017.... Bitte hier klicken.....
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