Geuther Hof a.d.Steinach - Internationaler Familienkreis Geuther/Geuter/Geuder-Ahnen

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Die Hof a.d.Steinach Geuther Linie




Hof an der Steinach

Diese Geuther Linie ist nach dem ältesten permanenten Wohnsitz des urkundlich belegtenUrahnen benannt, der erstmals 1721 in Gestungshausen, Kreis Coburg, ein Kind taufen lässt. Johann Geuder war Gastwirt und Metzger und wohnte zu dieser Zeit im nahen Steinach a.d.Steinach. Rätselhaft ist seine Herkunft. Von 1640 bis 1720 gibt es überhaupt keinen Geuder Eintrag im Gestungshauser Kirchenbuch, weshalb wir vermuten, dass Johann Geuder und seine Frau Kunigunda von auswärts zugezogen waren. Nach der Taufe eines dritten Kindes, 1725 und dem Tod zweier Kinder, 1721 und 1728, muss die Familie dieses Kirchspiel wieder verlassen haben, denn bis zu dem Tod Johannes Geuders, 1758 in Hassenberg, findet sich kein weiterer Eintrag im Gestungshauser Kirchenbuch. Johann Geuder wurde 81 Jahre alt, womit sein Geburtsjahr 1678 gewesen sein müsste.

Sein einziger bekannter Sohn, Lorenz (Laurentius) heiratete in Roetz, Oberpfalz eine Katharina, die römisch-katholisch war. Dort wurde auch 1749 deren Sohn, Georg Stephan geboren. Mittlerweile wurde der Name Geuther mit „th“ geschrieben. Die Hochzeit Georg Stephans zu Dorothea Doppel findet dann 1766 wieder in Gestungshausen statt. Das Paar wohnte in Hof an der Steinach, bekam 10 Kinder, von denen 8 das Erwachsenenalter erreichten und sich fortpflanzen konnten. Ihre zahlreichen Nachkommen verteilten sich in der nächsten Generation auf die umliegenden Dörfer; wir finden sie in Gestungshausen, Weidhausen, Mitwitz und Zedersdorf. Johann Nicol wurde Bäcker in Weidhausen., seine Nachkommen wanderten in die USA aus. Johann Georg und Andreas heirateten beide dieselbe Bauersfrau in Zedersdorf. Heinrich wurde Bauer in Mödlitz; seine Nachkommen zogen nach Coburg und Rodach. Johann Adam wurde Metzger in Gestungshausen; auch seine Nachkommen leben heute in der Coburger Gegend, und ebenso in den USA. Johann Nicolaus zog nach Mitwitz und zeugte eine ebenso grosse Familie, deren Nachkommen heute in Kulmbach, Niederfüllbach, in England, in der Schweiz, den Niederlanden, in Afrika, und den USA leben. Johann Christoph starb als junger Familienvater in Hof a.d.Steinach, und seine überlebenden Kinder wanderten allesamt nach Illinois, USA aus.




(Foto Heinrich Geuther, Mitwitz)







(Foto Mödlitz familie)



Die Suche nach dem Geburtsort des Urahnen Johann Geuder geht noch weiter. Da Gestungshausen, Hassenberg, und Hof a.d.Steinach nur einen Tagesmarsch von Malmerz entfernt ist, lag die Vermutung einer Verbindung zu der Malmerzer Geuther Linie natürlich sehr nahe. Zu unserer freudigen Überraschung ergaben die DNA Tests mehrer Mitglieder der Malmerzer und Hof a.d.Steinacher Nachkommen eine so grosse genetische Übereinstimmung, dass wir uns der biologischen Verwandtschaft beider Linien jetzt sicher sind. Die Verbindung liegt mit höchster Wahrscheinlichkeit zwischen 1500 und 1640.

Zum Zwecke einer urkundlichen Verknüpfung hatte ich 2008 Herrn Wachsmann aus Mitwitz beauftragt, mehrere umliegende Orte nach Geuther-Geuder Kirchenbucheinträgen zu durchsuchen. Das Ergebnis war überraschend negativ. Ich selbst verfolgte eine andere Spur und nahm mir die Kirchenbücher im Landeskirchlichen Archiv für Redwitz a.d.Rodach vor. In Steinach heiratete nämlich 1733 ein Bäcker Lorenz Geuter, dessen Vater Ernst Geuter, Büttner in Redwitz war. Das Redwitzer Kirchenbuch enthielt eine einzige, jedoch sehr zahlreiche Geuder-Geuther Familie, deren Stammvater Gastwirt und Metzger, Caspar Geuter, folgenden erwähnenswerten Sterbeeintrag bekam:

„6. April 1718, Caspar Geuter, Gastwirt in Redwitz, starb im Alter von 77 Jahren, 7 Monaten und 20 Tagen. Er hatte 14 Söhne und 2 Töchter aus der 1. Ehe und 2 Söhne und 3 Töchter aus der 2. Ehe. Die erste Ehe dauerte 38 Jahre, die zweite Ehe 20 Jahre und 4 Monate.“

Ein solch starkes Geschlecht (21 Kinder) könnte sicherlich der Ursprung der Hof a.d.Steinach Linie sein, die noch heute besondere Vitalität zeigt. Die Einträge in Redwitz für Geuder-Geuther beginnen allerdings erst 1668 (keine Einträge vom Ende des 30-jährigen Krieges, 1648 bis 1668). In den Jahrzehnten nach diesem verheerenden Krieg erholte sich die Bevölkerung nur langsam und so mancher wird neue Möglichkeiten in anderen Orten gesucht haben. Anhand dieser fehlenden Kirchenbucheinträge vermute ich, dass Caspar Geuter nach Redwitz zugezogen war und sein eigentlicher Geburtsort woanders zu suchen ist. Vielleicht ist er identisch mit dem Caspar Geuter, Wirt in Mönchröden bei Coburg , dessen Kinder dort 1662, 1663 und 1665 getauft wurden. Der Redwitzer Wirt, Caspar Geuter war 1640 geboren, passt also vom Alter und Beruf her. Er hatte einen Sohn Hans aus der ersten Ehe, welcher als Metzger 1708 eine Kunigunda Friedmann in Redwitz heiratete. Dieser Hans könnte der oben erwähnte Johann Geuder, Stammvater der Hof a.d.Steinach Linie sein. Nicht nur die Übereinstimmung gewisser Details, sondern auch das Fehlen von anderen Geuder-Geuther Familien in den umliegenden Dörfern spricht dafür. Vermutungen gelten allerdings wenig in der Ahnenforschung.



Mitwitz Wasserschloss



Ein Nachkomme des Mitwitzer Geuther Zweiges arbeitete um 1840

als Gärtner im Mitwitzer Wasserschloss.


©nachgearbeitet Januar 2009

 
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