Geuther Pflege Coburg - Internationaler Familienkreis Geuther/Geuter/Geuder-Ahnen

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Geuther Pflege Coburg

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Kurzer geschichtlicher Überblick von Kurt Geuther



1353 erwirbt das Haus Wettin vom Henneberger Grafen Heinrich die Herrschaft Coburg, auch Pflege Coburg genannt. Es waren die Gebiete Coburg, Lauter, Eisfeld, Schalkau, Rauenstein, Sonneberg, Neuhaus, Neustadt, Mönchröden, Gestungshausen, Sonnefeld, Rodach, Heldburg und Hildburghausen. Nach dem Schmalkaldischen Krieg 1547 verloren die Ernestiner große Teile an die Albertiner, auch die Kurfürstenwürde. Dieser Krieg des protestantischen Schmalkaldener Bundes gegen den Römisch-deutschen Kaiser Karl V., den der Schmalkaldener Bund verlor, bescherte Johann Friedrich von Sachsen, gen. der Großmütige, die Gefangenschaft. Aus seiner Ehe stammen die Kinder Johann Friedrich II der Mittlere, Johann Wilhelm I, Johann Friedrich III der Jüngere und Johann Ernst, der wenige Tage nach seiner Geburt verstarb. Johann Friedrich II der Mittlere, übernahm zunächst mit seinem Bruder Johann Wilhelm die Verwaltung der ernestinischen Länder und wurde nach dem Tod seines Vaters 1554 alleiniger Herrscher der ernestinischen Besitzungen. Er geriet 1566 bis zum Ende seines Lebens jedoch in kaiserliche Gefangenschaft. Der Kaiser setzte deshalb 1570 die beiden unmündigen Söhne Johann Ernst und Johann Casimir in das väterliche Erbe ein. Das ernestinische Herzogtum teilte sich bei der Erfurter Teilung 1572 in Sachsen-Coburg-Eisenach und Sachsen-Weimar. Römhild kommt 1572 zu Sachsen-Coburg. 1586 übernimmt Herzog Johann Casimir zusammen mit seinem Bruder Johann Ernst die Regierung des Fürstentums Sachsen-Coburg-Eisenach. 1596 entstand aus Sachsen-Coburg-Eisenach dann Sachsen-Coburg und Sachsen-Eisenach. Der ältere, Johann Casimir, erhielt Sachsen-Coburg der jüngere, Johann Ernst, Sachsen-Eisenach.

Casimir regiert jetzt in Coburg alleine. Sein Herrschaftsgebiet besteht aus dem Amt Coburg mit den Gerichten Lauter, Rodach und Gestungshausen, Amt Heldburg mit Gericht Hildburghausen, den Ämtern Römhild, Eisfeld, Schalkau, Sonneberg, Neustadt, Neuhaus, Mönchröden und Sonnefeld. Nach dem Tod von Casimir 1633 werden beide Fürstentümer wieder vereint. Das Fürstentum Sachsen-Coburg fällt an Sachsen-Eisenach, an seinen Bruders Johann Ernst. 1638 erlischt dann die Coburg-Eisenacher Linie der Ernestiner, und das Territorium wird zwischen Sachsen-Weimar und Sachsen-Altenburg aufgeteilt. 1640 fällt es an Herzog Friedrich Wilhelm II. von Sachsen-Altenburg. 1680 entsteht das Fürstentum Sachsen-Coburg in verkleinerter Form neu und fällt an Herzog Albrecht. 1735 werden Amt Neuhaus und Gericht Sonneberg dem Herzogtum Sachsen-Meiningen zugesprochen. 1826 fällt auch Sachsen-Hildburghausen an das Herzogtum Sachsen-Meiningen. Der Freistaat Coburg kommt 1920 zum Freistaat Bayern und Sachsen-Meiningen zum Land Thüringen.

      


Grenz- und Geleits Stein von 1720 zwischen Thüringen und Bayern


An der Sattelpass Straße steht dieser Stein, den ich im Juni 2006 fotografierte, daneben ein Schild mit der Inschrift (wörtlich abgeschrieben):

Thüringische Seite (rechtes Bild): Wappen des Fürstentums Sachsen-Saalfeld-Coburg: Der mit dem "Rautenkranz" belegt, mehrfach geteilte Schild (stark beschädigt) Unter dem Wappen die Inschrift und Jahreszahl: Grentz- und Geleits Stein 1720.

Bayerische Seite (linkes Bild): Wappen des Markgrafentums Bayreuth: Der gevierte "Hohenzollern-Schild", darunter die Jahreszahl 1720. Auf der Schmalseite: Nr. 1

Dieser Wappenstein hatte zwei Vorgängersteine, wie aus verschiedenen historischen Grenzbeschreibungen ersichtlich ist. Von diesen beiden Steinen ist der Fuß eines Steines 1997 beim Bau der Straße zwischen Neuenbau und Tettau unter dem Grenz- und Geleitsstein von 1720 gefunden worden, Ebenso ein weiterer (älterer) zugehauener und tief eingesunkener Grenzstein. Diese Grenzsteine wurden im Jahr 2001 nach dem Ausbau der "Sattelpaßstraße" wieder als Grenzsteine auf der thüringisch-bayerischen Landesgrenze eingemessen und gesetzt. Sie behalten der rechtsgeschichtlichen Bedeutung entsprechend weiterhin ihre Jahrhunderte alte Grenzpunktfunktion. Hier über den Sattelpaß führte im Mittelalter bis in die neuere Zeit eine wichtige Verkehrsader. Es ist die Sächsische Geleitsstraße, die die Handelszentren Nürnberg und Leipzig verband. Sie wurde auch Judenstraße, Kupferstraße oder Sattelpaßstraße genannt. Der Sattelpaß war von 1683 bis 1826 militärisch besetzte Grenzstation.

   


   

Links die Hohenzollern Seite (Bayern) und rechts die von Sachsen-Coburg (Thüringen)


Mitwitz





Dies Haus in Mitwitz hat am 2. April 1919 Heinrich Geuther von Wilhelm Stoll gekauft. Mit der Aufstellung der Mitwitzer Geuther-Linie stehen wir erst am Anfang. Sie beginnt mit dem Ehepaar Johann Nicolaus Geuther (*1783 in Mitwitz) und seiner Ehefrau Anna Kunigunde geb. Zapf (*1. Mai 1784). Das Ehepaar hatte 7 Kinder, die uns bekannt sind. Wir suchen nach Verbindungen in Weidhausen bei Coburg, Gestungshausen und Hof a.d.St. Die Linie verzweigt sich auch in Amerika und wird dort unter anderem von unserer Amerikanerin Gaby Geuther recherchiert. Im Jahre 2007 wurden die Kirchenbücher von Mitwitz eingesehen und Zusammenhänge mit der Ahnenlinie Hof a.d.St festgestellt. Die Mitwitzer Geutherfamilien, bisher in der Ahnenlinie Mitwitz aufgestellt, konnte komplett in die Ahnenlinie Hof a.d.St. übernommen werden.

© Februar 2007


©nachgearbeitet Januar 2009

 
20.11.2017
Neu! Fotos vom Familientreffen 2017.... Bitte hier klicken.....
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